Wirkprinzip IPK

Intermittierende pneumatische Kompression — so wirkt sie.

Die IPK fördert den venösen Rückstrom durch zyklische Kompression, ein bewährtes, mechanisches Verfahren der Thromboseprophylaxe im Krankenhaus.

Das Wirkprinzip

Bei der intermittierenden pneumatischen Kompression (IPK) werden Manschetten am Bein in festen Zyklen mit Luftdruck befüllt und wieder entlastet. Diese sequenzielle Kompression unterstützt den venösen Rückstrom aus den Beinen zum Herzen und wirkt einer Stase des Blutes in den tiefen Venen entgegen, einem der zentralen Risikofaktoren für eine venöse Thromboembolie.

Anders als die medikamentöse Prophylaxe greift die IPK nicht in die Blutgerinnung ein. Das macht sie zu einer wichtigen Option, wenn Medikamente nicht in Frage kommen, und zu einer sinnvollen Ergänzung im Hochrisiko-Setting.

Anwendungsbereiche

  • Postoperativ (Chirurgie, Orthopädie, Gefäßchirurgie, Gynäkologie)
  • Intensivmedizin bei immobilisierten Patienten
  • Bei Kontraindikation gegen medikamentöse Prophylaxe
  • Adjuvant im Hochrisiko-Setting nach Risikobewertung
IPK-Manschetten am Unterschenkel — Förderung des venösen Rückstroms
Sequenzielle Kompression durch die Manschetten fördert den venösen Rückstrom.

Einordnung & Evidenz

Die mechanische Thromboseprophylaxe mittels IPK ist in der S3-Leitlinie VTE-Prophylaxe (AWMF 003-001) verankert; eine eigene S1-Leitlinie (AWMF 037-007) behandelt das Verfahren im Detail. Mehr dazu auf unserer Seite zur S3-Leitlinie und im Überblick zur Studienlage.

Häufige Fragen

Was ist die intermittierende pneumatische Kompression (IPK)?

Die IPK ist ein mechanisches Verfahren der Thromboseprophylaxe. Aufblasbare Manschetten an Unter- und/oder Oberschenkel werden zyklisch mit Druck beaufschlagt und wieder entlastet. Dadurch wird der venöse Rückstrom gefördert und die Blutströmung in den tiefen Beinvenen unterstützt.

Wie unterscheidet sich die IPK von medikamentöser Prophylaxe?

Die IPK wirkt rein mechanisch, ohne Einfluss auf die Blutgerinnung. Sie ist daher besonders dann eine Option, wenn eine medikamentöse Prophylaxe kontraindiziert ist, oder ergänzend im Hochrisiko-Setting.

Wann ist die IPK kontraindiziert?

Unter anderem bei akuter tiefer Beinvenenthrombose und bei fortgeschrittener peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Die Indikations- und Kontraindikationsprüfung trifft das behandelnde Fachpersonal.

Welches Gerät setzt UniCare ein?

Die Phlebo Press® DVT 650 Easy von Mego Afek, ein mobiles IPK-Kompressionsgerät mit automatischer Druckregelung, leisem Betrieb und CE-Konformität nach MDR.

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