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Thromboseprophylaxe: Definition & Grundlagen

Was Thromboseprophylaxe bedeutet, warum Thrombosen entstehen und welche Maßnahmen es gibt, kompakt und fachlich eingeordnet.

Definition

Thromboseprophylaxe bezeichnet alle Maßnahmen zur Vorbeugung einer venösen Thromboembolie (VTE). Gemeint ist damit, die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in den tiefen Venen zu verhindern, und damit auch die gefürchtete Lungenembolie, die entsteht, wenn sich ein Gerinnsel löst und in die Lunge gelangt.

Warum Thrombosen entstehen — die Virchow-Trias

Drei Faktoren begünstigen die Entstehung einer Thrombose. Sie werden seit dem 19. Jahrhundert als Virchow-Trias zusammengefasst:

  • Stase: ein verlangsamter venöser Blutfluss, etwa durch Immobilität.
  • Hyperkoagulabilität: eine erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes.
  • Endothelschaden: eine Schädigung der inneren Gefäßwand.

Je mehr dieser Faktoren zusammenkommen — etwa nach einer Operation oder bei längerer Bettlägerigkeit — desto höher das Risiko.

TVT und VTE — die Begriffe

Die tiefe Venenthrombose (TVT) ist das Gerinnsel selbst, meist in den Bein- oder Beckenvenen. Die venöse Thromboembolie (VTE) ist der übergeordnete Begriff und schließt die Lungenembolie mit ein. Thromboseprophylaxe zielt auf beides.

Die Maßnahmen

Abhängig vom Risikoprofil kommen drei Gruppen von Maßnahmen zum Einsatz:

  • Basismaßnahmen: frühe Mobilisation, Bewegungsübungen.
  • Medikamentöse Prophylaxe: gerinnungshemmende Wirkstoffe.
  • Mechanische Prophylaxe: medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe und die intermittierende pneumatische Kompression (IPK).

Welche Maßnahme oder Kombination geeignet ist, richtet sich nach der S3-Leitlinie VTE-Prophylaxe (AWMF 003-001) und der ärztlichen Einschätzung. Eine vertiefte Gegenüberstellung der Verfahren finden Sie in unserem Beitrag mechanisch vs. medikamentös.

Häufige Fragen

Was bedeutet Thromboseprophylaxe?

Thromboseprophylaxe umfasst alle Maßnahmen, die der Entstehung einer venösen Thromboembolie (VTE) vorbeugen, also einer tiefen Beinvenenthrombose und einer daraus möglicherweise folgenden Lungenembolie. Dazu zählen Basismaßnahmen, medikamentöse und mechanische Verfahren.

Was ist die Virchow-Trias?

Die Virchow-Trias beschreibt die drei Hauptfaktoren der Thromboseentstehung: verlangsamter Blutfluss (Stase), erhöhte Gerinnungsneigung (Hyperkoagulabilität) und Schädigung der Gefäßinnenwand (Endothelschaden).

Was ist der Unterschied zwischen TVT und VTE?

Die tiefe Venenthrombose (TVT) ist ein Blutgerinnsel in einer tiefen Vene, meist im Bein. Die venöse Thromboembolie (VTE) ist der Oberbegriff und umfasst sowohl die TVT als auch die Lungenembolie.

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